SPD Gechingen

 

Rehkitzrettung begeistert die Sozialdemokraten

Veröffentlicht in Aktuelles

Kreisjägerschaft stellt Projekt der SPD-Parteivorsitzenden Saskia Esken vor

 

Egenhausen. 111 vor dem sicheren Tod gerettete Rehkitze – dies ist die überwältigende Bilanz des ersten Sommers, in dem die Kreisjägervereinigung Calw e.V. das Rehkitzrettungsprogramm im Landkreis Calw initiiert hat. Kreis- und Bezirksjägermeisterin Elke Marko, für die dieses Projekt eine Herzensangelegenheit ist, stellte das Programm der SPD-Parteivorsitzenden und Bundestagsabgeordneten des Wahlkreis Saskia Esken auf dem Egenhäuser Kapf vor. Der Nagolder SPD-Fraktionsvorsitzende Daniel Steinrode führte kurz ins Thema ein und bedankte sich bei den Jägern für den Termin.

In den Monaten Mai und Juni werden die Kitze geboren. Diese liegen in Wiesen und sind dort eigentlich optimal vor Räubern geschützt – nicht zuletzt durch die weißen Punkte auf dem Rücken und den fehlenden Eigengeruch. Gefährlich wird dieses Verhalten jedoch dann, wenn der Landwirt die erste Mahd durchführt und das Kitz durch den für ihn typischen Duckreflex nicht flüchtet sondern liegen bleibt. Jedes Jahr werden trotz gewissenhafter Suche durch Landwirte und Jäger zahlreiche Rehkitze nicht aufgespürt und durch Mähwerke verletzt oder getötet. Ein weiterer negativer Seiteneffekt sind die durch die Helfer bei der Suche niedergetrampelten Wiesen.

„Das Konzept schlug ein wie eine Bombe und wir wurden vom eigenen Erfolg überrascht und überrollt“ berichtete Elke Marko begeistert. In der beeindruckend kurzen Zeit von nur sechs Wochen hatten die Calwer Jäger das Projekt gemeinsam auf die Beine gestellt, ein Konzept erarbeitet und Drohnenpiloten gefunden, die bereit waren, für den schwierigen EU-Drohnenpilotenführerschein zu büffeln – und im Falle eines Einsatzes morgens um vier Uhr aufzustehen. „Die digitale Entwicklung während der Corona-Zeit kam uns entgegen, und unsere Kreisjägermeisterin hat das Konzept initiiert und anschließend intensiv voran getrieben“ erläuterte Rainer Krebs, der dem erweiterten Vorstand der Kreisjäger angehört, „Und so trafen wir uns sehr häufig digital über Zoom-Videokonferenzen, um die anstehenden Schritte zu besprechen.“ Über die Presse, Interviews im SWR oder soziale Medien wurde das Konzept publik gemacht, um so möglichst schnell möglichst viele Landwirte zu erreichen und zu informieren, und auch vom Bund sowie vom Landkreis kam Unterstützung für die ehrenamtliche Arbeit und die Anschaffung der 8.000 Euro teuren Drohnen. Drohnenpilot Jörg Röhling schilderte den interessierten Zuhörern die Arbeit der Teams aus insgesamt 15 motivierten Rettern. „In Bahnen werden dann die Flächen in einer Höhe von etwa 50m abgeflogen, und dank der hervorragenden Wärmebildtechnik und Pixeldichte sind die Drohnen sehr genau und sensibel – selbst bei hohen sommerlichen Temperaturen.“ Anschließend wird das entdeckte Kitz dann in einen Karton gepackt und an den Waldrand gesetzt. „Dabei tragen die Retter Handschuhe, damit das Jungtier nicht den Fremdgeruch annimmt und später von der Rehgeiß nicht mehr angenommen wird.“ erklärte Rainer Krebs. Nach der Mahd entlässt der Landwirt das Kitz dann wieder in die Freiheit und zurück zur Mutter. „Ein tolles nachhaltiges Projekt mit Zukunft“ lobte Saskia Esken den ehrenamtlichen Einsatz der Kitzretter. Die SPD-Kreisvorsitzende Daniela Steinrode begrüßte den Wunsch der Kreisjäger, weitere Drohnen anschaffen zu wollen und fügte hinzu: „Noch steckt das Projekt in diesem Sommer in den Kinderschuhen, doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass dies eine anhaltende Erfolgsgeschichte werden wird.“

„Eigentlich wären vier bis sechs Drohnen optimal“ unterstrich Elke Marko. Dafür sind weitere Fördermittel aber auch Spenden nötig. SPD-Kreisrätin Dr. Ursula Utters bedankte sich für die wertvolle Arbeit im Landkreis bei den Jägern. „Die Kitzrettung sollte idealerweise als öffentliche Aufgabe verankert werden, um den Stellenwert zu verdeutlichen und finanzielle Absicherung zu haben. Außerdem müssen zahlreiche juristische Fragen geklärt und die Kitzretter rechtlich abgesichert werden.“ betonte Bernd Rau, Schriftführer der Kreisjägervereinigung. Claudia Bertram-Schuler, SPD-Ortsvereinsvorsitzende in Altensteig, hob den nachhaltigen Effekt der Rettungsmaßnahme hervor: „Das ist wirklich eine beeindruckende Zahl geretteter Jungtiere.“ Der Naturschutzwart des Egenhäuser Kapfs, Karl-Heinz Gänßle, freute sich ebenfalls über die Gäste in diesem ökologisch wertvollen Naturschutzgebiet, wo er den Besuchern blühende Orchideen und weitere Besonderheiten der dortigen Pflanzenwelt zeigte.

 

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