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Plakate aus Kunststoff werben für Veranstaltungen aller Art oder für Kandidierende im Rahmen von Wahlkämpfen, sie sind wasserfest und witterungsbeständig. Aber was geschieht mit diesen Werbeträgern aus Polypropylen, nachdem sie nicht mehr ihrem Zweck dienen? SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode ging der Frage auf die Spur und informierte sich bei dem regionalen Unternehmen Infinex in Haiterbach darüber, ob und wie diese Materialien wiederverwendet werden können. Infinex, ein führender Kunststoffspezialist aus dem Nordschwarzwald, recycelt und führt genau solche Kunststoffe in den Rohstoffkreislauf zurück. Gemeinsam mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Nagold wurde sie von Martin Hartl, dem CEO des Unternehmens, empfangen und erhielt einen umfassenden Einblick in die Produktionsprozesse und die Philosophie des Unternehmens.
„Die Infinex Group hat sich auf die Verarbeitung, Veredelung und Wiederverwertung von Kunststoffen spezialisiert“ berichtete Geschäftsführer Hartl. Unter ihrem Dach sind Unternehmen vereint, darunter die Vertriebsgesellschaft Interplast und das Recyclingunternehmen Repoly. Die Unternehmensgruppe ist international tätig. Am Hauptsitz in Haiterbach werden Kunststoffprodukte entwickelt und produziert, die weltweit in Bau, Verpackungsindustrie, Druck, Gartenbau und Logistik eingesetzt werden.
Besonders erfolgreich ist das Unternehmen im Bereich der Logistikbehälter. Infinex hat hier eine markante Nische gefunden: Das Unternehmen produziert langlebige, wiederverwendbare Behälter – bevorzugt aus recyceltem Kunststoff, wann immer der Einsatz qualitativ und technisch möglich ist –, die in der industriellen Logistik eingesetzt werden. Diese Produkte tragen dazu bei, Verpackungsmüll zu reduzieren und Transportprozesse effizienter zu gestalten. „Hier zeigt sich beispielhaft, wie ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehen können“, betonte Daniela Steinrode beim Rundgang durch die Produktionshallen.
Zu ihrem Besuch hatten die Gäste eigens Material für den Recyclingprozess in Form von alten Wahlplakaten aus Polypropylen mitgebracht. Diese werden vor Ort geschreddert und in den Produktionskreislauf eingespeist, um in der Folge wieder zu hochwertigen Kunststoffprodukten verarbeitet zu werden. „Das ist gelebte Nachhaltigkeit – und zeigt, dass Recycling konkret funktionieren kann“, sagte Steinrode.
CEO Martin Hartl erläuterte bei der Werksführung, dass das Unternehmen bewusst auf regionale Wertschöpfung und Energieeffizienz setzt. Der jüngste Ausbau der Produktionsflächen in Haiterbach – mit einer Investition von über zwölf Millionen Euro – stärke nicht nur den Standort, sondern verringere durch optimierte Abläufe auch Transportwege und Emissionen. Neben Umweltaspekten stehen für Hartl auch Themen wie Fachkräftesicherung und Infrastruktur ganz oben auf der Agenda: „Wir brauchen eine bessere Verkehrsanbindung an die Autobahn über Horb, doch dafür muss die geplante Trasse auch gebaut werden.“ Auch der Wohnraummangel bereitet dem Geschäftsführer Sorge: „Wenn wir Menschen in der Region halten und neue Fachkräfte gewinnen wollen, müssen dringend mehr Wohnungen entstehen.“ Und Hartl wünschte sich noch eins von der Politik: den Abbau von Bürokratie und unkonventionellere, schnellere Hilfestellungen beim Thema Standortförderung, Regionalentwicklung und Unterstützung der lokalen Unternehmen.
Diese Einschätzung teilt Daniela Steinrode: „Unternehmen wie Infinex beweisen, dass Innovation auch abseits der Ballungsräume möglich ist – aber dafür braucht es eine gute Infrastruktur, bezahlbares Wohnen und unkomplizierte politische Unterstützung.“
Die SPD-Landtagskandidatin zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Infinex Group für Nachhaltigkeit und regionale Verantwortung. „Haiterbach steht beispielhaft für eine mittelständische Wirtschaft, die mit Ideenreichtum, technischer Kompetenz und sozialem Bewusstsein in die Zukunft investiert“, sagte Steinrode abschließend.
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