Veröffentlicht in Allgemein
am 29.08.2025 von SPD Kreis Calw

Ostelsheim. Beim Besuch der SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode bei Bürgermeister Ryyan Alshebl in Ostelsheim standen viele drängende Themen auf der Tagesordnung – von Investitionsstaus bis zur überfälligen Hermann-Hesse-Bahn. Es zeigte aber auch: solide Finanzen, bürgerschaftliches Engagement und klare kommunalpolitische Zielsetzungen sind auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen möglich.
Bürgermeister Ryyan Alshebl präsentierte eine bemerkenswert stabile Ausgangslage: „Ostelsheim zählt zu den wenigen Gemeinden in Baden-Württemberg, die schuldenfrei sind.“ Die Pflichtaufgaben sind vollständig erfüllt – doch bei freiwilligen Leistungen wie der Sanierung von Sportanlagen oder Teilen der Infrastruktur besteht Nachholbedarf. Auch das Sanierungsgebiet im Ortskern steht im Fokus: Der geplante Abriss der alten Gärtnerei, die übergangsweise als Gemeinschaftsunterkunft genutzt werden könnte, wird derzeit noch durch artenschutzrechtliche Auflagen und bürokratische Hürden verzögert.
Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Hermann-Hesse-Bahn, deren Fertigstellung für viele Gemeinden der Region einen enormen Entwicklungsschub bedeuten würde. Alshebl kritisierte, dass Effizienz und Nutzen hinter rechtlichen Formalitäten zurückstehen müssten: „Es geht zu oft nicht mehr um das Ziel, sondern nur noch um die absolute Rechtssicherheit – das lähmt Fortschritt.“ Daniela Steinrode unterstrich die hohe Bedeutung des Bahnschlusses: „Unsere Region braucht diese Verbindung nun endlich, eine Zuganbindung nach Stuttgart ist zentral.“ Besonders, wenn man junge Menschen, die für Ausbildung, Studium oder zur Arbeit nach Stuttgart pendeln, langfristig im Kreis halten wolle, so Steinrode und fügte hinzu: „ Auch der Tourismus im Nordschwarzwald wird umgekehrt von dieser Anbindung profitieren.“
Im Anschluss an die Gesprächsrunde besichtigten Steinrode, Alshebl und Gäste den neuen Bahnhaltepunkt, an dem die Hesse-Bahn künftig halten soll. Hannes Elholm, Mitglied im Kreisvorstand der Jusos, bemängelte die schleppende Umsetzung der Zuganbindung: „Das ist für unsere Generation wirklich wichtig und muss endlich kommen.“
Im Bereich Bildung und Betreuung entwickelt sich Ostelsheim zukunftsorientiert: Neben dem bestehenden Kindergarten wird im Herbst ein Naturkindergarten eröffnet. Die lang bestehende Herausforderung bei der Personalgewinnung scheint nun gelöst. Zudem ist die Gemeinde Teil des Schulverbands mit Althengstett für weiterführende Schulen. Zweitkandidat Jochen Maier, der selbst lange in Ostelsheim beruflich tätig war, kennt die örtlichen Gegebenheiten gut. Besonders die Entwicklung rund um die alte Gärtnerei ist für ihn ein „wichtiges Signal für Aufbruch und Erneuerung.“
Beeindruckend ist auch das ehrenamtliche Engagement im Ort: Über 70 Helferinnen und Helfer wirken beispielsweise mittlerweile am Projekt „Dorfcafé“ mit – ein Ort für Begegnung, Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit plant die Gemeinde, einen zentralen Treffpunkt und Begegnungsort in ihrer Mitte und für die Menschen zu schaffen. Daniela Steinrode lobte das Projekt als „herausragendes Beispiel für gelebtes Miteinander und sozialen Kitt in herausfordernden Zeiten.“ Auch das sonstige Vereinsleben in Ostelsheim sei lebendig, so Bürgermeister Alshebl – und die freiwillige Feuerwehr sei mit über 50 Aktiven sehr gut aufgestellt.
Daniela Steinrode betonte abschließend: „Ostelsheim zeigt, wie eine verantwortungsvolle und bürgernahe Kommunalpolitik aussehen kann – mit Visionen, klarer Kante und einem bemerkenswert starken Ehrenamt.